Tag 87

Die Bitte eines Gefangenen

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Vater, diese Reise war so lang, und der Weg muss noch zurückgelegt werden. Ja, Du hast mir so viel gezeigt, so viele neue Dinge.

Du flüsterst mir zu: „Schau nicht zurück," und ich tue mein Bestes, um zu gehorchen. Du kennst all meine Gedanken. Obwohl ich auf Dein Geheiß vorwärtsschreite, weißt Du, dass ich Fragen an Dich habe. Dies sind Fragen in meinem Sinn (Herzen) und in meiner Seele (bewusstes Wesen). Ich werde sie dieses eine Mal stellen, und nicht wieder, wenn Du mir den Mut gibst, sie nur einmal zu stellen, und dann werde ich vorwärtsschreiten, wie Du sagst.

Ich frage mich, ob ich unaussprechliche Freude haben soll, während ich eingesperrt und von meiner Familie und meinen Freunden fern bin. Ist es möglich, solche Freude in meiner Seele zu haben und dennoch fern von der Familie zu sein, die ich so tief liebe? Kann ein Mann seine Familie zu sehr lieben? Ist es ein Geschenk, unaussprechliche Freude zu haben, während man gefangen ist, oder muss sie durch beständiges Loben und Danken verdient werden?

Was ist mit denen, denen ich verschuldet bin, Vater? Kann ich glauben, dass Du ihr Bestes im Sinn hast, und wirst Du mir den Weg der Wiedergutmachung zeigen? Wem schulde ich etwas, Vater? Was soll ich tun, um wiedergutzumachen?

Was werde ich sein, Vater? Was werde ich tun, um für meine Familie zu sorgen, um mich wie ein Mann zu fühlen? Was ist Dein Wille für meinen Lebensunterhalt?

Was ist mit denen, die mich verraten haben, Vater? Vergebe ich und vergesse, oder vergebe ich und finde neue Freunde?

Ich habe über diese Dinge nachgedacht, Vater. Ich habe genug gelernt, um zu wissen, dass ich Dir alles übergeben kann und darauf vertrauen kann, dass Du mich führen wirst. Wie Du weißt, war das Niederschreiben dieser Dinge, dieser Fragen, damit ich vorwärtsschreiten und diesen neuen Glauben üben konnte. Es ist ein Glaube, der darauf vertraut, dass ich Dir all meine Hoffnungen, all meine Träume und all meine Sorgen übergeben kann, und dass Du nicht vergessen wirst, dass ich Dich gefragt habe, was zu tun ist.

Für jede Frage brauche ich Deine Antwort, und ich werde tun, was Du sagst. Ich weiß, wenn Du es von mir verlangst, wirst Du den Weg bereitstellen, es zu vollbringen.

Ich möchte nicht mehr zurückblicken, Vater. Heute wähle ich, vorwärtszuschreiten und Deinen Antworten zu vertrauen. Ich begehre Frieden auf jeder Seite, Vater, das ist meine Bitte.

Sorgt euch um nichts; sondern in allem, durch Gebet und Flehen, mit Danksagung, lasst eure Bitten dem Allmächtigen kundwerden, und der Friede des Mächtigen, der alles Verstehen übersteigt, wird euer Herz (euren Sinn) und eure Seele bewahren durch Yahshua den Messias. (Philipper 4:6-7)

© Andachtsreihe Suffer Well