Tag 60

Eine hebräische Sicht des Gebets

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Die Torah des Mose, die ersten fünf Bücher der Schrift, enthält die Gesamtheit der Gebote Yahwehs. In ihr wird das Konzept identifiziert, das wir als Gebet kennengelernt haben: „Tefillah". Die Wurzel des Wortes Tefillah bedeutet: richten, unterscheiden, klären oder entscheiden. Die Absicht ist, ein Verlangen hervorzubringen, sich selbst zur Rechenschaft zu ziehen, eine ehrliche Selbsteinschätzung vorzunehmen.

Das Glaubenssystem im Hinblick auf den kommenden Messias rechtfertigte das Verlangen, sich selbst nach den Vorschriften Yahwehs „zu richten". Es war eine Anforderung für junge Männer im mündigen Alter, der Torah und damit dem Schöpfer verantwortlich zu sein, daher die Bar-Mizwa. Bar-Mizwa vermittelt die Idee, ein „Sohn des Bundes" zu werden, oder ganz wörtlich, „ein Sohn guter Werke".

Der moderne Gläubige muss diese Perspektive beachten, denn wir leben in der Ära des Messias, der bereits gekommen ist. Wegen Seines Todes und Seiner Auferstehung wurde uns mehr Weisheit, mehr Einsicht, mehr Offenbarung und mehr Verheißungen offenbart. Infolgedessen sollen wir jeden Gedanken gefangen nehmen zum Gehorsam gegenüber dem Messias (2. Korinther 10:5). Der einzige Weg, wie das geschehen kann, ist durch das Ablegen des Ichs (Hebräer 12:4).

Das Gebet wurde gegeben, um dir zu helfen, den Lebensstil von Lukas 22:42 zu erreichen: „Nicht Mein Wille, sondern Dein Wille geschehe." Wenn du so lebst, sind alle Seine Verheißungen „Ja" und „So sei es!" (2. Korinther 1:20).

Viele Gläubige verbringen heute zu viel Zeit damit, um Dinge zu beten, die bereits gegeben wurden, statt das Gebet als ein Werkzeug zu betrachten, um sich selbst aus der Perspektive des Schöpfers zu richten. Bedenke die hebräische Sicht des Gebets, und bete darüber, was Yahweh für dein Gebetsleben haben möchte. Vor allem lege Bitten beiseite, die aus Furcht gemacht werden, sowie jene, die zeigen, dass dein Kampf gegen die Sünde nur deshalb fortbesteht, weil du dich weigerst, dein „Ich" zu übergeben.

In eurem Kampf gegen die Sünde habt ihr noch nicht bis zum Blutvergießen widerstanden. (Hebräer 12:4)

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