Tag 194
Rette mich
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Ich saß und dachte über die Bosheit dieser Welt nach und über den Hass, den ein Mensch für einen anderen haben könnte. Ich beobachtete die Unterdrücker; sie haben keine Liebe oder kein Mitgefühl in ihren Herzen. Es genügte ihnen nicht, Menschen leiden zu sehen; diese Art wünscht, deren Leiden zu vermehren. Die Verwundeten und Verletzten waren ihre Beute; sie suchten geradezu die Lahmen auf mit der Absicht, sie weiter zu behindern. Wie konnte das sein? Woher kommt diese Bosheit im Herzen? Woher stammt diese Grausamkeit?
Ich machte mich daran, etwas dagegen zu tun. Ich sprach mit meinem ewigen Vater. Ich befragte Ihn über diesen Weg des Menschen, diesen Weg, den der Mensch anscheinend gewählt hat. Er antwortete mir: „Das Herz [Zentrum des Verstandes] ist trügerisch über alles, und verzweifelt böse; wer kann es kennen?" (Jeremia 17:9)
Viele Nächte dachte ich über die Bosheit des Herzens des Menschen nach. Ich las die Psalmen Davids und konnte mich mit allem identifizieren, was er über jene fühlte, die Menschen unterdrückten. Ich betete oft wie er: „Rette mich, o Yahweh, von den Übeltätern, von tückischen, unehrlichen und gewalttätigen Menschen."
Da war es, dass der Geist zu mir sprach. „Ich tue genau das, was du erhofft hast. Ich rette dich. Du hast nur nicht wahrgenommen, dass derjenige, von dem Ich dich rettete, du selbst warst. Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, bedenkst aber nicht den Balken in deinem eigenen Auge? (Matthäus 7:3) Wenn Ich fertig bin, dich zu reinigen, dann können wir uns deinen Unterdrückern zuwenden."
Was kann ich dir zu dieser Art von Offenbarung sagen? Nur Bekenntnis und Buße können aus diesem Ort fließen.
Sei mir gnädig, o Mächtiger, nach Deiner Güte; nach der Menge Deiner zarten Barmherzigkeiten,
tilge meine Übertretungen.
Wasche mich gründlich von meiner Schuld,
und reinige mich von meiner Sünde. (Psalm 51:1-2)
Reinige mich; läutere mich; hilf mir!
© Andachtsreihe Suffer Well