Tag 112

Vorübergehendes Zuhause

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„Höre mein Gebet, o Yahweh, und vernimm mein Schreien; schweige nicht zu meinen Tränen; denn ich bin ein Fremder bei dir, ein Gast, wie all meine Väter waren." (Psalm 39:12)

Lauf. Lauf. Lauf.
Finde Heimat.
Wohnungen warten,
Familie wartet,
Ruhe voraus,
Ewige Ruhe.

Ich war nicht dazu bestimmt, hier zu bleiben.
Ein Fremdling, eigenartig, anders;
Ich gehöre nicht hierher.
Auf der Durchreise,
Unterwegs zum Ewigen,
Schatten im Zeitlichen.
Frieden immer im Inneren,
Nie draußen zu finden.
Nach draußen zu schauen ist fremd.
Immer unterwegs zu einem Ziel,
Ein Reisender,
Viele Halte unterwegs.

Ein Reiseführer,
Wissend, dass andere folgen werden.
Frauen und Kinder folgen.
Ein Wegfinder,
Ein Lotse,
Andere folgen,
Entscheidungen getroffen,
Nicht nur für mich.
Schmale Wege,
Stürmisches Wetter,
Ausdauer und Geduld,
Wegweiser manchmal spärlich,
Mein GPS, eine leise, sanfte Stimme,
„Geh hierhin, geh dorthin,"
Ein unsichtbarer Führer, sich bewegend wie der Wind.
Ein Vorläufer,
Gerade Wege liegen vor mir.

Ein Nachfolger,
Geführt werden,
Pläne haben,
Und doch dem Führer sich unterwerfend
Auf einen Augenblick hin.
Ewiges Herz,
Zeitlicher Leib,
Müde, doch fähig.
Genährt von Speise,
Den Köstlichkeiten des Geistes,
Drücke voran. Drücke voran!
Ungesehen, doch bekannt,
Eine Ziellinie voraus.
Vorwärtsgehend,
Ewig…

© Andachtsreihe Suffer Well